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druiden.
Am 28. November 1781 wurde in London der "Ancient Order of Druids" (AOD) gegründet.
Man wählte in Anlehnung an das keltische Druidentum den Namen Druide, stand er
doch für Gelehrsamkeit und Naturverbundenheit. Der Glaube und die Kultur des
Druidentums, das noch bis in die Zeit des römischen Reiches bestand, spielen im
Druidenorden jedoch keine Rolle. Der Druidenorden distanziert sich von den
zeitgenössischen, zuweilen verklärten und esoterischen Strömungen der
Wiederbelebung eines Druidentums. Er betreibt keine Keltenforschung. Gleichwohl
bekennen wir uns zum "Druiden" als Namensgeber unsers Ordens. Denn deren Suche
nach Wahrheit, deren Gelehrsamkeit sind uns auch heute noch Orientierung in dem
Sinne, dass wir selbst weiter blicken, unseren Horizont erweitern möchten.
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Die Ordensgründung 1781 war auch getragen von den Gedanken der Aufklärung und
deren Idealen "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Sie sind noch heute die
Ideale des Ordens.
Die rasche Ausbreitung des Ordens führte 1833 zu einer Spaltung, bei der ein
Teil der Druiden unter der Bezeichnung "UAOD (United Ancient Order of Druids)"
eine eigene Großloge gründete. Als "Friendly Society" (Versicherung auf
Gegenseitigkeit) widmete sie sich besonders der Hilfe für ihre Mitglieder und
deren Angehörige bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod. Diese Vereinigung,
auf Deutsch "Vereinigter Alter Orden der Druiden (VAOD)", breitete sich weltweit
vor allem in Englisch sprechenden Ländern aus. So entstand 1832 die erste Loge
in den USA, 1830 in Australien. 1872 wurde in Berlin die erste Loge in
Deutschland, bezeichnenderweise von den USA aus, gegründet. Diese Loge besteht
heute noch.
1908 fand die Gründung der Welt-Großloge
(IGLD) bei einer Konferenz in München statt. Seit 1913 sind durch den
Welt-Kongress von London alle verschiedenen Ordens-Zweige der Welt
einschließlich des in England weiter existierenden AOD vereinigt.
Heute ist der Orden in der westlichen Welt etabliert. Die genaue Mitgliederzahl
ist nicht bekannt, sie schwankt je nach Autor zwischen 50 000 und 2 Millionen. Die
Tätigkeit beschränkt sich jedoch auf die Englisch sprechenden Länder, auf
Skandinavien, Deutschland und die Schweiz. Logen in anderen Ländern, etwa
Südafrika oder Österreich, existierten im 20. Jahrhundert, gingen jedoch im Lauf
der Zeit unter.
Mit dem Aufkommen der heute üblichen Sozialversicherungssysteme ging die
Bedeutung des VAOD als Versicherung auf Gegenseitigkeit stark zurück und spielt
in Deutschland kaum mehr eine Rolle, obwohl die Hilfe für Brüder und deren
Angehörige nach wie vor als moralische Verpflichtung gesehen wird. Im Gegensatz
dazu gibt es in Australien die "Druids Friendly Society" als Versicherungsträger
und Krankenhaus-Vertragspartner. Sie ist ebenfalls Mitglied der IGLD.
deutscher-druiden-orden.
Die Loge Sülfmeister ist Mitglied im Deutschen Druiden-Orden (DDO).
Der Deutsche Druiden-Orden gliedert sich in Logen und Groß-Logen. Die Logen
sind die örtlichen Vereinigungen, die Groß-Logen die regionalen Zusammenschlüsse
von Logen. Die Groß-Logen sind im Deutschen Druiden Orden versammelt.
Der Deutsche-Druiden-Orden wiederum ist Teil eines internationalen Zusammenschlusses der
"International Grand Lodge of Druidism" (IGLD). Somit kann an der Umsetzung der
Zielvorstellungen lokal bis weltweit gearbeitet werden. Außer in Deutschland ist der Druiden-Orden auch in Großbritannien, Australien,
Dänemark, Finnland, Island, Neuseeland, den Niederlanden, Norwegen, in Schweden,
in der Schweiz und in den USA vertreten.
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